Aufnahme
Jeder ist willkommen
Im Heilig-Geist-Hospiz Unna nehmen wir schwerstkranke und sterbende Menschen auf, die an einer unheilbaren, fortschreitenden und/oder fortgeschrittenen Erkrankung leiden, deren Lebenserwartung begrenzt ist und bei denen eine stationäre Krankenhausbehandlung nicht mehr notwendig sowie eine ambulante Betreuung nicht mehr ausreichend ist.
Das Hospiz steht allen Menschen unabhängig von Nationalität, Religion, Geschlecht oder Vermögenssituation offen. Eine Aufnahme erfolgt in der Regel nicht von einem Tag auf den anderen. Ausnahmen bestehen bei vorherigen Kontakten zum PKD, dem palliativmedizinischen Konsiliardienst oder in einer häuslichen Notsituation.
Der Weg ins Hospiz
Die Vorbereitung einer Aufnahme lässt sich in vier Schritte zusammenfassen, die aber für Erkrankte und deren Familien häufig viele kleinere Schritte hin zur Akzeptanz der Situation beinhalten können.
- Der erste Kontakt zu unserem Haus wird von Angehörigen, Ärzten, den Sozialdiensten der Krankenhäuser oder Betroffenen selbst gesucht. In einem ersten Telefonat erfragen wir Art und Schwere der Erkrankung und den Wissensstand des Erkrankten.
- Wir laden die Familie ein, sich das Hospiz anzuschauen. Bei einem Beratungsgespräch können alle vorhandenen Fragen geklärt werden.
- Die Einbindung des behandelnden Arztes ist wichtig, da er die Verordnung zur Hospizpflege ausstellt, die für die Kostenübernahme durch die Krankenkasse erforderlich ist.
- Von unserer Seite erfolgt nach Absprache ein Erstbesuch bei dem Erkrankten zu Hause oder in der Klinik. Ziel dieses Gespräches ist es, mit den Betroffenen gemeinsam eine Perspektive zu entwickeln. Dabei möchten wir uns als Einrichtung vorstellen, aber auch ein Bild vom Patienten erhalten. Ein wichtiger Punkt dieses Erstgespräches liegt darin, den Wissensstand um die Erkrankung sensibel und ehrlich anzusprechen aber auch ein Bild von unserem künftigen Gast erhalten.
Leistungen
Sicher und gut leben bis zuletzt
Wenn aufgrund des Krankheitsbildes oder der familiären Situation der Schwerstkranke oder Sterbende nicht mehr Zuhause versorgt werden kann, bietet das Hospiz den richtigen Rahmen. Von einem interdisziplinären Team aus Pflegekräften, Sozialdienst, hauswirtschaftlichen Mitarbeitenden, Therapeuten, Ehrenamtlichen und Seelsorgern wird die letzte, häufig schwierige Lebensphase in einer liebevollen und wohnlichen Atmosphäre begleitet. Hier ist man nicht länger Patient, sondern Gast oder Bewohner. Die ärztliche Versorgung übernehmen Hausärzte oder der Palliativmedizinische Konsiliardienst.
Wir bieten an:
- Individuelle palliative Pflege
- Adäquate Schmerztherapie und Symptomkontrolle
- Zeit für unsere Gäste
- Selbstbestimmter Tagesablauf mit Erhaltung der größtmöglichen Autonomie des Gastes
- Einbeziehung der Angehörigen und Freunde
- Entlastende Gesprächsangebote
- Ehrenamtliche Begleitung nach Wunsch
Wir nennen aber auch unsere Grenzen:
- Keine intensivmedizinische Apparatur
- Keine Langzeitpflege
- Keine aktive Sterbehilfe
Sie haben Fragen oder möchten beraten werden?
Dann kontaktieren Sie gerne unsere Hospizleiterin Mareike Sorgatz oder eine Kollegin. In vielen Fällen können wir Ihnen schon telefonisch weiterhelfen oder Sie verabreden einen Termin im Heilig-Geist-Hospiz.
Telefon: 02303 / 9 86 60-0
E-Mail: info@heilig-geist-hospiz.de
